Gottesdienste von Dezember 2022 bis Februar 2024 

 

Es ist Nacht. Dunkelheit. Eine in Finsternis gehüllte Landschaft. Alle Umrisse ver- schwimmen. Konturlos, unbestimmt und mehrdeutig präsentiert sich dieses Bild. „Nachts sind alle Katzen grau.“ 

Der Nachthimmel überwölbt alles. So weit, so gut. Aber was sich darunter befindet, lässt sich klar und eindeutig nicht ausmachen. An diesem Eindruck ändert sich bei mir nichts, auch nicht bei längerer Betrachtung. Und die Menschen, die da unterwegs sind? Auch hier sind die Silhouetten so ver- schwommen, dass keine der Personen eindeutig erkennbar wäre. Allenfalls erkennbar ist, dass zwei ein Kopftuch tragen, und einer einen Wanderstab in der Hand hält. Aber gehen die Menschen voran? Oder ist die Gruppe stehengeblieben? Und welcher Art dieses Tier ist, bleibt auch im Dunkeln. Unser Bild hat dann aber auch den Kontrast: Der Stern! Ein Stern, wie Kinder ihn malen. Diese Darstellung ist für mich eindeutig, Und so strahlt er aus allem Diffusen heraus, sticht hervor. 

Hier nun ziehe ich die Linie aus hin zu Gott: 

Gott hat eindeutig gehandelt. In der Weise, wie er sich zu uns Menschen auf den Weg gemacht hat. Um uns zu suchen und zu finden. „Als die Zeit erfüllt war, sandte Gott Seinen Sohn.“ Ein (von Gott) bestimmter Zeitpunkt, der unsere Zeitrechnung einteilt: „vor Christus“ und „nach Christus“. Und ein eindeutig bestimmter Ort: Bethlehem, einer der hintersten Winkel im damaligen Römischen Reich. Und bald nach diesem eindeutigen Handeln Gottes werden Menschen in dieses Geschehen hineingezogen, von ihm angezogen. Hirten, die es wohl nicht so weit hatten, vom Feld ins Dorf. Nach der wundersamen Engels-Erscheinung kommen sie an die Krippe. Dann Weise, aus ferngelegenen Ländern, von weit her. Aus der Sternenkonstellation entnehmen sie die Geburt eines neuen Königs. Der Stern führt auch sie zur Krippe. 

Auf dem Bild ist das Gelb des Sterns mit einem Pinselstrich quer über die Landschaft gezogen worden. Wenn ich mich zu der nächtlichen Gruppe hinzugeselle, oder wenn ich einer von ihnen werde, dann bedeutet dies: Auch über mir und meinem Leben ist Gott in seiner Eindeutigkeit erschienen. Das nötigt mich zum Aufbruch, hin zum Ort der Eindeutigkeit. Und ich nötige euch: Kommt mit! Macht es auch so wie die Hirten und wie die Weisen. „Lasst uns nun gehen nach Bethlehem und die Geschichte sehen, die da geschehen ist.“ Kommen wir doch zur Krippe. 

Dorthin, wo Gott eindeutig gehandelt hat. Stimmen wir es an in unseren Gottesdiensten, das „Gloria in excelsis Deo et in terra pax hominibus“ – „Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden bei den Menschen seines Wohlgefallens.“ 

 

Ein Christfest voller Bewegung und Lobgesang wünscht Euch allen 

Ihr / Euer Pastor 

 

 

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